Jahresbericht 2024

Im Vorstand gab es eine personelle Veränderung. Herr Steinmeyer wurde im März durch das Kuratorium in den Vorstand berufen, nachdem Herr Wißmann aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen als Vorstandsmitglied zurückgetreten war. Ansonsten gab es keine personellen Veränderungen in den Gremien. Die Zusammenarbeit mit allen, auch mit den Unterstützer:innen, war sehr konstruktiv, vertrauensvoll und partnerschaftlich.

Das Stiftungskapital wurde in diesem Jahr noch einmal durch die Schenkung der Gewerbeeinheiten in der Menzelstaße 7 und einer Wohnung in Fürstenwalde erhöht. Dies ermöglicht es uns, die Förderungen auszuweiten. Es bedeutet aber auch erhebliche Mehrarbeit. Erfreulicherweise übernahm Herr Dirk Sümenicht ehrenamtlich die Verwaltung der Wohnungen. Er wird unterstützt durch Herrn Steinmeyer. Im Hinblick auf den Immobilienbesitz der Stiftung müssen wir in den kommenden Jahren verstärkt Rücklagen bilden, um für notwendige Investitionen vorbereitet zu sein.

Wie bisher obliegen die Verwaltungstätigkeiten den Organmitgliedern und Unterstützer:innen, die ihre Arbeiten ehrenamtlich ausüben.

Bei den Kooperationen gab es einige Neuzugänge:

  • Für den Verein Sprungbrett Zukunft Berlin e.V. gibt es eine finanzielle Unterstützung für ein Nachhilfeprojekt. Der Verein hat den Fokus auf der Förderung von jungen (z.T. unbegleiteten) Flüchtlingen, die sich auf einen Schulabschluss (BBR, eBBR, MSA) vorbereiten.
  • Mit dem Verein Plan Solidarität e.V. gibt es eine neue Kooperation. Der Verein bietet kostenlose, schuljahresbegleitende und systematische Vorbereitung auf den Mittleren Schulabschluss für Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien in Kreuzberg an.
  • An der Quinoa Schule wird das Projekt „Maker-Buddies“ bezuschusst. Der Anteil der Schüler:innen aus Familien, die Transferleistungen beziehen, liegt bei ca. 80%.
  • Mit Stiftungsgeldern wurden vom Verein der Freunde der Musikschule Spandau Streichinstrumente angeschafft, die in Streicherklassen an Schulen mit hohem Anteil an Schüler:innen aus einkommensschwachen Familien eingesetzt werden.
  • Über den Verein Angerscheune unterstützen wir das Musikprojekt „Kontrapunkte“. Hier lernen interessierte Kinder durch unterschiedliche, kontrastierende Instrumente miteinander zu kommunizieren, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander klanglich zu interagieren und das Ergebnis auch selbst zu dirigieren. An dem Projekt sollen mindestens 50 % der Teilnehmenden aus einkommensschwachen Familien kommen.
  • Wieder aufgenommen wurde auch die Kooperation mit mji e.V. für Nachhilfe nach dem Prinzip ShS.
  • An der Friedenauer Gemeinschaftsschule werden Schüler:innen aus einkommensschwachen Familien unterstützt, damit sie am Streicherklassen-Projekt teilnehmen können.

Außerdem gibt es Kooperationen mit Schulen, Musikschulen und Vereinen, die bereits seit Jahren bestehen und kontinuierlich laufen.
Die Arbeiten am Musikbus der MS Spandau, dem GrooveLiner, haben sich weiter verzögert. Er soll 2025 an den Start gehen. Die Stiftungsgelder werden dann auch erst benötigt.

Einige Kooperationen wurden aber auch beendet bzw. sie ruhen:

  • Mit einer Grundschule wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen zur finanziellen Unterstützung von Schüler:innen am Projekt „Streichhörnchen“. Leider stellte sich im Laufe des Schuljahres heraus, dass der Anteil von Schüler:innen mit Anspruch auf Unterstützung viel geringer war, als angenommen, besonders in den Streicherklassen. Die Fördermittel wurden daher zurückgezahlt.
  • Die Kooperation mit einer Grundschule wurde beendet, nachdem diese das Streicherklassenprojekt nicht fortführt.
  • Ein Gymnasium hat kein Interesse, die Kooperation weiter zu führen.

Leider gibt es oft bei Wechseln in der Schulleitung neue Prioritäten und nicht alle Projekte werden weiter verfolgt.

Insgesamt wurden im Jahr 2024 Maßnahmen mit 88.185,07 € gefördert.

Erfreulicherweise konnte die Neugestaltung der Homepage in diesem Jahr abgeschlossen werden. Mit Unterstützung einer Designerin wurde sie vollkommen neu aufgebaut und modernisiert.

Zum Jahresabschluss wurde wieder eine Veranstaltung im Gotischen Saal der Zitadelle Spandau durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Spandau hieß es erneut „Gemeinsam für einen guten Zweck“. An dem musikalischen Vormittag beteiligten sich die Musikschulen Spandau, Mitte und Tempelhof-Schöneberg. Von den Schulen war leider nur die Grundschule an der Pulvermühle vertreten. Wir hoffen bei der nächsten Veranstaltung wieder auf stärkere Beteiligung unserer Kooperationsschulen. Alle Gäste und „Marksteine“ konnten ein sehr gutes musikalisches Programm genießen.

Insgesamt hat sich die Stiftungsarbeit sehr positiv entwickelt. Es ist absehbar, dass wir für die Arbeit noch weitere Personen benötigen bzw. die anfallenden Aufgaben nicht auf unbegrenzte Zeit ehrenamtlich durchführen können. Besonders die Hausverwaltung kann nicht dauerhaft im Ehrenamt bewältigt werden.

Einnahmen- und Ausgaben in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024